Sonntag, 11. September 2016

Tagestour nach Bad Salzuflen

Am Dienstag hatte die Mausbeere quasi ihren letzten freien Tag bevor für sie in der kommenden Woche der "Ernst des Lebens" mit einer geregelten Tätigkeit (aka Kindergartenbesuch) losgeht. Zwar wird die junge Dame dort nur wenige Stunden verbringen, aber trotzdem wird sich unser Alltag wie wir ihn kannten in Zukunft drastisch ändern. Trotz vieler Termine hatten wir eigentlich immer jede Menge Freiraum und insbesondere die Morgenstunden waren durch gemütliche Mama-Tochter-Kuscheleinheiten im Bett und ein ausgiebiges Frühstücksritual eigentlich sehr entspannt. In Zukunft müssen wir dann zu einer Zeit, zu der wir uns normalerweise nochmal gemütlich umgedreht haben, bereits geschniegelt und gebügelt im Kindergarten erscheinen - mal schauen, ob uns das gelingen wird :-)
Der Dienstag war nun der letzte Tag ohne Termine und den haben wir bei traumhaften Wetter aufs angenehmste genutzt. Da der Papa leider nicht in den Genuss eines freien Tages gekommen ist, war der Tag mit Beere, Mama und Oma Anne ein reiner Mädels-Ausflug und somit müssen die geneigten Beeren-Fans leider mit einer Urlaubsberichterstattung (die ja sonst immer Papas Job ist) meinerseits vorlieb nehmen.
Da man die schönen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen der eigenen Heimatstadt ja im Allgemeinen viel zu selten würdigt, haben wir uns mal zu einer Tagestour durch unser schönes Bad Salzuflen entschlossen. Das folgende Foto ist im Prinzip eine recht schöne Zusammenfassung unseres Ausfluges:
Erlebnisgradierwerk und Paulinchen-Bahn bei traumhaftem Wettter.
Natürlich sollte man einen solchen Tag keinesfalls mit leerem Magen angehen und so haben wir uns erstmal ein sehr leckeres Frühstück im Salinencafé gegönnt, wo es besonders im Sommer im Außenbereich richtig schön ist:
Boah, Kaffee...
Ätsch, brauche ich gar nicht!
Anschließend haben wir eine Fahrt mit der Paulinchen-Bahn unternommen, eine kleine Bimmelbahn, mit der man eine ca. 35-Minütige Stadtrundfahrt unternehmen kann:
Wann kommt denn die Bahn?
Hallo Paulinchen, da bist Du ja!
Obwohl wir Paulinchen regelmäßig in der Stadt begegnet sind, musste die Mausbeere doch wirklich erst viereinhalb Jahre alt werden, bis wir es nun endlich mal geschafft haben, damit zu fahren - unglaublich!!! Aber in Zukunft werden wir das wohl öfter machen, denn der jungen Dame hat es so RICHTIG gut gefallen! Direkt nach dem Einsteigen, als die Bahn sich noch nichteinmal in Bewegung gesetzt hatte, bekam das Beerchen einen gigantischen Lachanfall und war überhaupt nicht mehr zu bremsen:
Uaaahhhh, ist das lustig!
Ich fahre jetzt gleich Paulinchen-Bahn!
Ich könnte mich wegschmeißen vor lachen!
Huhu, Ihr da draußen!
Während man in den ersten beiden Waggons in Sitzreihen hintereinander Platz nimmt, ist der dritte und letzte Wagen auch für Fahrgäste mit Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet (damit hätten wir auch Papas Lieblingsthema - die Barrierefreiheit - in diesem Urlaubsbericht abgehakt). Leider war allerdings gerade die Rampe kaputt, so dass der Fahrer den Ferrari durch die hintere Luke wuchten musste - allerdings ohne Kind drin:
Nicht ohne meinen Ferrari.
Als sich Paulinchen dann endlich in Bewegung gesetzt hatte, wich das Lachen der jungen Dame dann übrigens andächtigem Schweigen. Die Beere hat mit riesigen Augen die sich bewegende Umgebung betrachtet und war sichtlich erstaunt, als man doch regelmäßig ordentlich durchgeschaukelt wurde:
Was ist denn jetzt los? Die Landschaft bewegt sich!
Nachdem die schöne Rundfahrt viel zu schnell vorbei war, haben wir noch das Erlebnisgradierwerk besucht. Gradierwerke gehören zu den Wahrzeichen Bad Salzuflens und sorgen durch die Verrieselung von Sole-Wasser für sehr gesunde Luft (mehr Infos hier). Eines dieser Gradierwerke ist begehbar, so dass man mal einen Blick hinter die Kulissen werfen kann:
So, hier gehe ich jetzt gleich rein.
Coole Athmosphäre.
Außerdem findet sich im Inneren noch eine sogenannte Sole-Nebelkammer, in der man mit stark salzhaltiger Luft seinen Atemwegen etwas gutes tun kann. In der Kammer ist die Luft so dick, dass man die Hand vor den Augen nicht erkennen kann - die Beere hat das allerdings nicht die Bohne gestört:
Uiiiihhh, wo geht es denn jetzt hin?
Kuckuck - siehst Du mich?
Das Erlebnisgradierwerk verfügt auch über eine Aussichtsplattform, von der aus man die Stadt von einer etwas höheren Warte betrachten kann:
Beerchen und Ferrari müssen leider unten bleiben.
Paulinchen von oben.
Übrigens war der Besuch im Erlebnisgradierwerk für uns drei glücklicherweise kostenlos, da die Oma noch einen Gutschein hatte, das Beerchen altersbedingt eh keinen Eintritt zahlen musste und ich als Begleitperson nach Vorlage des Behindertenausweises ebenfalls frei mit reingehen durfte.

Da die treuen Beeren-Fans bei Papa-Urlaubsbeiträgen auch immer mit künstlerisch wertvollen Fotos verwöhnt werden, hoffe ich mit diesen beiden Bildern auch diesem Punkt gerecht zu werden:
Was Salzwasser so aus dünnen Drähten macht...
Spinnweben kunstvoll illuminiert.
Etwas zum Schmunzeln (außer der Mausbeere) gab es an dem Tag übrigens noch am Wegesrand zu sehen, denn an einem Hunde-Kackbeutel-Spender hatte jemand diese fröhliche Botschaft mit Abreiß-Smileys angebracht:
Heute schon gelächelt?
Na klar!

Kommentare:

  1. Ein süsses lebensfrohes Mädchen. Ich habe einen Enkel mit dem selben Syndrom. Er geht zur Schule und ist in seiner Welt ein glücklicher Junge. Er ist unser Engel, wir sind sehr stolz auf ihn. Ich wünsche euch mit eurer Tochter alles erdenklich Gute

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    1. Vielen Dank für Deinen schönen Kommentar! Wir freuen uns immer ganz besonders, wenn jemand unseren Blog findet, der ebenfalls so ein besonderes CdLS-Mäuschen kennt! Wir wünschen Dir und Deinem Enkel ebenfalls alles Gute und wünschen weiterhin viel Spaß beim Schmökern!
      Liebe Grüße,
      Steffi, Olli und "Mausbeere" Annika

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